Graz/Wien - Der GAK hat eine außerordentliche Präsidentenkonferenz der Fußball-T-Mobile Bundesliga beantragt und als Termin "spätestens 14. Mai" anvisiert. Grund dafür ist der nach wie vor ausstehende Abschluss eines TV-Vertrags. Um ein Treffen zu Stande zu bringen, benötigen die Grazer die Unterstützung von zwei weiteren Vereinen der höchsten Spielklasse, was kein Problem darstellen dürfte. Als erster Klub hat Rapid seinen "Beistand" angekündigt.

Rapid-Präsident Rudolf Edlinger brachte in diesem Zusammenhang einen neuen Vorschlag zur Verteilung der TV-Gelder ein. In Zukunft sollen 50 Prozent der Summe unter den Klubs aufgeteilt werden, der Rest solle in einen "Österreicher-Topf" gehen, aus dem Vereine schöpfen können, die viele heimische Kicker einsetzen. "Das wäre ein guter Anreiz für die Klubs, dass viele junge Österreicher eine Chance in der Kampfmannschaft bekommen", meinte der ehemalige Finanzminister.

Edlinger: Westenthaler-Äußerungen "fatal"

Kritik gab es einmal mehr an dem mit den TV-Verhandlungen beauftragten Bundesliga-Vorstand Peter Westenthaler, der im aktuellen "Bundesliga-News" mit dem Schweizer Schiedsrichter Urs Meier, der im Schlager Austria - GAK einem korrekten Treffer der Wiener die Anerkennung verwehrt hatte, hart ins Gericht gegangen war.

Der frühere FPÖ-Politiker und Symathisant der Violetten wies auf "spielentscheidende Fehler" des FIFA-Referees in der Austria-Partie sowie in den Champions-League-Spielen Real - Bayern und Monaco - Chelsea hin. "Auf so viele Fehlpfiffe wie dieser Mann in drei Spielen brachten es unsere Schiedsrichter nicht einmal in einem Monat!", so der BL-Vorstand. Edlinger hält diese Aussagen für "fatal".

Der Rapid-Boss betonte im Hinblick auf die Beginnzeit der Nachtragspartie am kommenden Mittwoch noch einmal, dass Rapid wegen der Fans "keinen Anpfiff um 18:00, 18:15 oder 18:30 akzeptieren wird." Das Heimspiel gegen Kärnten war ursprünglich für 18:15 angesetzt gewesen. Nun wird um 19:30 gestartet, was durch den Verzicht des Bezahl-TV-Senders Premiere auf eine Live-Übertragung möglich wurde. (APA)