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Vor einem Jahr: George W. Bush gratuliert US-Kampffliegern zur "erfüllten Mission"

Foto: Reuters/Downing
Washington - Am 1. Mai 2003, drei Wochen nach dem Fall von Bagdad, verkündete US-Präsident George W. Bush, "die größeren Kampfoperationen" des Irak-Krieges seien beendet. Die Inszenierung war spektakulär: Der oberste Kriegsherr landete mit einem S-3-Viking-Kampfflugzeug auf dem Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" vor der kalifornischen Küste, entstieg dem Jet in Pilotenuniform, schob sich durch die Menge und schüttelte die Hände der Soldaten. "Großartiger Job" sagte er ihnen - und sprach von einem "Sieg". "Die größeren Kampfoperationen im Irak sind beendet", sagte Bush. "Jetzt ist unsere Koalition mit der Wiederherstellung der Sicherheit und dem Wiederaufbau des Landes beschäftigt." Die Fernsehbilder gingen um die Welt. Bush stand vor einem riesigen Transparent mit dem Slogan "Mission erfüllt". Fünf Monate später sagte er, das Transparent sei eine "nicht gerade geniale" Idee seiner Mitarbeiter gewesen. Der Auftritt "Mission erfüllt" ist inzwischen zum Wahlkampfmaterial für Bushs demokratischen Herausforderer bei der bevorstehenden Präsidentschaftswahl, John Kerry, geworden. Allein in diesem April wurden mindestens 124 US-Soldaten getötet - mehr als während der "Hauptkampfhandlungen" im Frühjahr 2003. (APA)