Bild nicht mehr verfügbar.

Tänzer des ungarischen 'Honved Ensemble' am Stadtfest der ÖVP zur EU-Erweiterung in der Wiener Innenstadt.

Foto: APA/Herbert P. Oczeret
Wien - Auch in der Wiener Innenstadt wurde die neue EU gefeiert. Am zweiten Tag des von der ÖVP organisierten 21. Stadtfestes tummelten sich zigtausende Besucher in den Plätzen der Inneren-Stadt, um Künstler aus allen 25 Mitgliedsländern zu sehen. Und selbst das Wetter lieferte thematisch passend milden Ostwind am Samstag.

Moderiert von "Heimat-Fremde-Heimat"-Präsentator Lakis Iordanopoulos gaben sich Am Hof Folkloremusikanten aus den Karpaten, Tänzer aus Malta und belgische Chansonsänger die Klinke in die Hand. Im Rund um die Bühne fand sich die beliebte Kinder-Hüpfburg und der Infostand des Europaparlaments.

Andere Saiten zog hingegen die heimische Formation "K+K Strings" am Stock im Eisen-Platz auf. Das Streichquartett in Fantasiekostümen mixte Mozart mit "Smoke on the water", wechselte blitzschnell zur Falco-Imitation von "Amadeus" und lieferte für Opernfreunde eine Kurzversion der "Zauberflöte" im Schnelldurchlauf.

Im Vergleich dazu verharrte ein Sensenmann scheinbar versteinert neben der Pestsäule am Graben, der sich lediglich bei Münzzuwurf bewegte und die zahlreichen kleinen Besucher zu Tode erschreckte. Eher beruhigend wirkten dagegen die vielen Clowns, Ballon-Figuren-Macher und Jongleure, die sich unter die Menge mischten.

Jedoch wurden nicht nur die sinnliche, sondern auch die kulinarische Neugier der Zuschauer auf die neuen Nachbarn befriedigt. Beinahe jeder Staat war mit einem Schmankerlstand vertreten, wobei sich der "Ungarn-Grill" mit der extra langen "Balaton-Wurst" größter Beliebtheit erfreute.

Neben der Koch- und Kleinkunst der größer gewordenen EU fanden auch musikalische Weltstars ihren Weg in die Wiener Festmeile. Am Samstagabend lieferte Portugals Fado-Königin Mariza ihre Interpretation der traditionell melancholischen Landesmusik, die bei uns vor allem durch Madredeus Bekanntheit erlangte.

Den letzten Auftritt Am Hof bot am Abend die finnische Kultgruppe "Leningrad Cowboys", die durch das ihnen gewidmete Filmporträt von Aki Kaurismäki auch im Süden der EU bekannt wurden. Offiziell beendet wurde das Stadtfest allerdings erst am Sonntag, als vor dem Stephansdom die so genannte Europavesper begangen wurde. (APA)