Foto: Fraunhofer IPA
Das Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) wird auf der Automatica 2004 in München (15. bis 18. Juni) ein innovatives Handhabungssystem mit intelligentem Greifer präsentieren. Kernstück des neu entwickelten Systems sind ein Modul zur Sensordatenverarbeitung und ein flexibler Greifer.

Das Modul zur Sensordatenverarbeitung lokalisiert auch an vorher unbekannten Objekten Regel- und Regelteilgeometrien wie Zylinder, Kugel oder Quader. Mit diesen Informationen passt sich der Greifer an die erkannte Objektgeometrie an und ermöglicht eine sichere Handhabung des Werkstücks. Ausgangsdaten für die Lokalisation sind Produktwolken, wie sie beispielsweise ein 3D-Laserscanner liefert.

Anpassung

Da im industriellen Umfeld ein Großteil der Objekte aus einer Kombination regelgeometrischer Elemente aufgebaut ist, kann das System an eine Vielzahl von Werkstücken angepasst werden. Bearbeitete und unbearbeitete Gussteile gehören ebenso dazu wie Blech- und Kunststoffteile oder größere Teile aus anderen Materialien.

"Integraler Bestandteil unseres Systems ist ein Sensor zur Analyse von Oberflächenbelegungen, der eine In-Prozess-Qualitätssicherung ermöglicht. Vor allem bei einer großen Variantenvielfalt in der Produktion kann das System die Stillstandzeiten durch Umrüstvorgänge deutlich reduzieren", erklärt Thomas Ledermann vom IPA. (pte)