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Aachen - Der französische Regisseur und Oscar-Preisträger Jean-Jacques Annaud ist am Montag in Aachen mit der "Karlsmedaille für europäische Medien" ausgezeichnet worden. Annaud habe auf dem Gebiet des Films zur Einheit und zur Identitätsbildung Europas beigetragen, hieß es in der Begründung. Der undotierte Preis wird jährlich vom Europäischen Medieninstitut, der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen und der Stadt Aachen an eine europäische Persönlichkeit aus dem Medienbereich verliehen.

Wesentlicher Beitrag zur Entwicklung der europäischen Öffentlichkeit

"Jean-Jacques Annaud hat anspruchsvolle Stoffe mit großem Erfolg einem breiten Publikum zugänglich gemacht", sagte der Generaldirektor des Europäischen Medieninstituts, Jo Groebel, beim Festakt im Aachener Rathaus. Der 60-jährige Regisseur habe einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der europäischen Öffentlichkeit geleistet und dem europäischen Film zu hohem Ansehen verholfen.

Neuer Film: "Zwei Brüder"

Zu Annauds international anerkannten Filmen zählten "Der Name der Rose" (1986), "Der Bär" (1988) und "Sieben Jahre in Tibet" (1997). Einen Oscar habe er 1983 für "Black and White in Colour" erhalten. Im September starte in Deutschland sein neuer Film "Zwei Brüder", den Annaud über einen Zeitraum von vier Jahren in Kambodscha mit Tigern gedreht habe.

Der europäische Medienpreis wird seit dem Jahr 2000 in Anlehnung an den politisch orientierten Aachener Karlspreis verliehen. Zu den bisherigen Medienpreisträgern gehören der britische Verleger Lord George Weidenfeld, der niederländische Autor Cees Nooteboom und der Filmproduzent Jan Mojto. (APA/dpa)