Mit der neuen Station werden 30 neue Arbeitsplätze geschaffen.

Foto: FedEx Express
FedEx, Eigenangaben zufolge die größte Express- Luftfrachtfirma der Welt, will jetzt auch in Österreich stärker Flagge zeigen und Marktanteile dazugewinnen. Ein Signal dafür ist die Eröffnung einer eigenen Station beim Flughafen Wien-Schwechat. Hier will man auch Sendungen aus "Ostländern" bündeln, darunter Slowakei, Slowenien, Kroatien und Albanien.

Verlängerte Abholzeiten

"Damit können wir die Laufzeiten um einen vollen Tag verkürzen", sagte der Geschäftsführer von FedEx Österreich, Bernhard Schloemer, bei der offiziellen Eröffnung der FedEx-Station am Dienstag. Außerdem könnten die Kunden jetzt von verlängerten Abholzeiten profitieren, im Großraum Wien etwa bis 18 Uhr. Die Auslieferung innerhalb Europas erfolge bereits am Tag darauf, in Asien sowie am amerikanischen Kontinent in zwei bis drei Tagen.

Die Entscheidung zugunsten Wiens habe mit dem Einzugsbereich, den vielen interessanten Unternehmen und nicht zuletzt mit Qualitätsstandards zu tun, sagte die für Zentral- und Osteuropa zuständige FedEx-Managerin Antje Schütt-Fahrenkrog.

30 neue Arbeitsplätze

Die neue Station auf dem Cargo-Nord-Gelände des Airports wurde in fünfmonatiger Bauzeit errichtet. Die Kosten von 1,7 Mio. Euro trägt der Flughafen Wien; im Gegenzug hat sich FedEx verpflichtet, längerfristig Mieter zu sein. Zu den 30 neuen Arbeitsplätzen, die mit der Station geschaffen wurden, könnten in Zukunft noch einige dazukommen, sagte Schloemer. Derzeit beschäftigt FedEx insgesamt 40 Mitarbeiter in Österreich. Außerhalb des Großraums Wien kooperiert FedEx mit fünf Partnerunternehmen, die Expresssendungen einsammeln und austeilen.

Der Markt für Kurier-, Express- und Paketdienste (KEP) in Österreich ist nach einer Erhebung des Wiener Beratungsunternehmens Kreutzer & Partner rund 534 Mio. Euro "schwer". Der Marktanteil der Post hat sich auf knapp 28 Prozent verringert. Von den privaten KEP-Diensten liegt der Studie zufolge bei den Umsätzen DPD an der Spitze, gefolgt von DHL, TNT, GLS (früher General Parcel) und UPS. Fed-Ex liegt noch dahinter. (Günther Strobl, DER STANDARD-Printausgabe, 05.05.2004)