Wien - Die Arbeitslosenquote hat im vergangenen Jahr einen neuen Höchstwert erreicht. Nach Mikrozensusdaten lag die Arbeitslosenquote im Jahresdurchschnitt 2003 bei 4,3 Prozent und damit um einen Zehntelprozentpunkt über den bisherigen Höchstwerten der Jahre 1997 und 1998, teilte die Statistik Austria am Mittwoch mit. Männer waren von der Arbeitslosigkeit über das Jahr stärker betroffen (plus 8,9 Prozent) als Frauen (plus 7,0 Prozent).

Die von der Statistik Austria veröffentlichten Daten unterscheiden sich von den Daten des Arbeitsmarktservice (AMS) bzw. von jenen der Sozialversicherungsträger. Sie wurden im Mikrozensus nach dem internationalen Labour-Force-Konzept erhoben.

Die steigende Erwerbstätigkeit (plus 0,7 Prozent) ging im vergangen Jahr erneut auf das Konto der zunehmenden Teilzeit-Beschäftigung, heißt es weiter. Die Teilzeitquote erreichte 2003 mit 18,2 Prozent einen neuen Rekordwert. Zudem gab es erneut eine Zunahme bei den älteren Erwerbstätigen. Im Jahresdurchschnitt standen rund 30,1 Prozent der 55- bis 64-Jährigen noch im Berufsleben, gegenüber 29,1 Prozent 2002.(APA)