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Der bosnisch-serbische General Stanislav Galic wurde vom UNO-Tribunal zu 20 Jahren Haft verurteilt und legt nun Berufung gegen die Entscheidung ein.

Foto: EPA/Robert Vos
Den Haag - Der als Belagerer von Sarajewo bekannt gewordene bosnisch-serbische General Stanislav Galic hat gegen seine Verurteilung zu 20 Jahren Haft beim UNO-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag Berufung eingelegt. Er fordert Freispruch von allen Punkten der Anklage oder eine neue Verhandlung beziehungsweise eine mildere Strafe, wie das Tribunal am Mittwoch mitteilte. Die Anklage hat bereits Anfang März Berufung eingelegt und ihre Forderung nach lebenslanger Haftstrafe für den heute 60-Jährigen wiederholt. Galic war im Dezember 2003 in erster Instanz verurteilt worden. Dabei machten ihn die Richter dafür verantwortlich, dass während der Belagerung der Stadt im Bosnien-Krieg (1992-1995) durch Artilleriebeschuss und durch Heckenschützen Hunderte von Zivilisten getötet und Tausende verletzt worden waren. Mit den zwei Jahre lang andauernden Angriffen von den umliegenden Hügeln aus habe der General nach Überzeugung der Richter bewusst die Zivilbevölkerung terrorisieren wollen. (APA/dpa)