Wien - "Die gestern präsentierte WIFO-Studie bestätigt die langjährigen Warnungen der Grünen vor Teilzeitarbeit als Falle für Frauen", kommentiert Monika Vana, stv. Klubobfrau der Wiener Grünen, die Ergebnisse WIFO-Studie zu Arbeitsplätzen im Handel. "Die rasante Zunahme atypischer Beschäftigung birgt immense Gefahren für die eigenständige Existenzsicherung von Frauen und eine Aushöhlung des gesamten Arbeits-und Sozialrechts."

Längere Öffnungszeiten kontraproduktiv

Bestätigt wird laut Vana auch die ablehnende Haltung der Grünen zur Ausweitung der Ladenöffnungszeiten. "Die längeren Öffnungszeiten haben keinerlei positiven Beschäftigungseffekt für die rund 55.000 Wiener Handelsangestellten sondern resultieren einzig und allein in existenzgefährdenden McJobs für Frauen und noch schlechteren Arbeitsbedingungen".

Forderungen

Die Grünen fordern die volle Einbindung atypischer Beschäftigungsverhältnisse in Sozialversicherung und Arbeitsrecht, die Einführung einer bedarfsorientierten Grundsicherung sowie die rasche Verbesserung der arbeitsrechtlichen Standards im Handel. "Mehrstundenzuschläge für Teilzeitbeschäftigte, Mindestarbeitszeit, um Working Poor zu verhindern und in die Nähe eines existenzsichernden Einkommens zu kommen, der Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen, mehr Weiterbildungsmaßnahmen und Aufstiegschancen für Beschäftigte im Handel, die Wiedereinführung der "Schwarz-Weiss"-Regelung und mehr Rechte und Kontrollmöglichkeiten für Arbeitsinspektorate sind die Mindestforderungen, um die Arbeitsbedingungen der Handelsangestellten zu verbessern.", so Vana abschliessend: "Finanzstadtrat Sepp Rieder und Frauenstadträtin Renate Brauner sind dringend aufgefordert, ihre Versprechen anlässlich der Ausweitung der Ladenöffnungszeiten einzulösen und endlich konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Situation der Wiener Handelsangesellten zu setzen." (red)