Rostock/Stuttgart - Rostock-Torjäger Martin Max hat in der eigentlich schon beendeten Diskussion um sein Comeback im deutschen Fußball-Nationalteam verbal nachgetreten. "Man fragt sich doch, ob Skibbe noch alle Tassen im Schrank hat, wenn er so einen Mist erzählt, dass er mich noch mal beobachten will, meine Laufwege studieren und das nach 15 Jahren Bundesliga", sagte der 35-jährige Stürmer dem Berliner "Tagesspiegel". Michael Skibbe, Assistent von Bundestrainer Rudi Völler, hatte vor Wochen angekündigt, Max im Hinblick auf eine eventuelle EM-Nominierung beobachten zu wollen.

Max erneuerte auch seine Kritik an Völler selbst, der ihn nicht für die WM 2002 nominiert hatte. "Es gab keinen Kontakt zu Rudi Völler. Das wäre doch schizophren: Vor zwei Jahren war ich super drauf und musste zu Hause bleiben. Jetzt stehe ich am Ende meiner Karriere und soll zur EM. Das macht keinen Sinn", erklärte der Stürmer, mit 19 Toren mit Abstand der beste deutsche Torschütze in der Bundesliga.

Max hat in den letzten Wochen mehrfach betont, dass es für ihn keine Rückkehr in die Nationalelf gibt, die in der deutschen Öffentlichkeit nach den zuletzt gezeigten schwachen Leistungen des Teams immer lautstärker gefordert worden waren.

Ein Faible für England

Teammanager Felix Magath des VfB Stuttgart, 2005 als Hitzfeld-Nachfolger bei Bayern München gehandelt, liebäugelt inzwischen mit einem Wechsel ins Ausland : "Ich wollte ja schon immer einmal im Ausland arbeiten. Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass ich das auch realisieren kann", sagte Magath in einem Interview mit dem Fernsehsender "Premiere".

Der 50-Jährige favorisiert vor allem die Premier League. "Für England habe ich ein Faible, weil da noch echter, natürlicher Fußball gespielt wird. Von daher wäre ein Job in England schon reizvoll", sagte Magath. Von einer vorzeitigen Vertragsverlängerung in Stuttgart hält er nach wie vor nicht viel. "Ich wurde in den letzten Wochen und Monaten immer wieder gedrängt und genötigt, mich mit dem Thema zu beschäftigen. Ich sehe gar nicht ein, warum ich das zur Zeit tun soll", meinte Magath. (APA/dpa)