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Bertrand Cantat auf dem Weg in den Gerichtssaal.

Foto: APA/Elta
Paris - Der wegen des Totschlags an seiner Lebensgefährtin Marie Trintignant zu acht Jahren Haft verurteilte französische Rocksänger Bertrand Cantat hat drei Pariser Printmedien wegen der Veröffentlichung von Fotos verklagt. Auf den Bildern ist der 40-Jährige im Gericht von Vilnius in Litauen mit Handschellen zu sehen, was gegen die Unschuldsvermutung des Angeklagten verstoße, zumal sie vor der Urteilsverkündung veröffentlicht wurden, erklärte sein Anwalt Olivier Metzner.

Als Schadenersatz fordert Cantat vom Wochenmagazin "Paris Match" und von der Tageszeitung "France Soir" jeweils 30.000 Euro und vom Wochenmagazin "VSD" 50.000 Euro. Die Fotos waren im vergangenen Dezember veröffentlicht worden, Cantat wurde am 29. März in erster Instanz verurteilt.

Cantat war in erster Instanz schuldig gesprochen worden, seiner 41-jährigen Geliebten Marie Trintignant in der Nacht auf den 27. Juli 2003 in einem Hotel in Vilnius vier tödliche Schläge versetzt zu haben. Nach Angaben seines Anwalts hat sich der Rocksänger noch nicht entschlossen, ob er gegen das Urteil Berufung einlegen wird. Die Familienangehörigen Trintignants haben dies bereits getan, weil sie die Strafe für "zu milde" erachten. Das Urteil in der Schadenersatzklage soll am 11. Juni gefällt werden. (APA)