Moskau - Bei einem Anschlag in der tschetschenischen Hauptstadt Grosny ist am Sonntag Präsident Achmad Kadyrow getötet worden. Die Explosion während einer Feierstunde zum Ende des Zweiten Weltkriegs ist der jüngste einer Reihe von Anschlägen, für die Behörden tschetschenische Separatisten verantwortlich machen. Im Folgenden eine Übersicht der vergangenen eineinhalb Jahre.

27. Dezember 2002: Ein Selbstmordattentäter steuert einen Lastwagen in das Regierungsgebäude in Grosny. 72 Menschen kommen ums Leben.

12. Mai 2003: Bei der Detonation eines mit Sprengstoff beladenen LKW in Nord-Tschetschenien werden mindestens 60 Menschen getötet. Es handelte sich ebenfalls um einen Selbstmordanschlag.

14. Mai 2003: Inmitten tausender muslimischer Pilger sprengt sich eine Selbstmordattentäterin in Grosny in die Luft, mindestens 18 Menschen werden getötet. Der Anschlag galt offenbar Achmad Kadyrow, dem von Moskau eingesetzte Verwalter der Kaukasusrepublik.

5. Juni 2003: Mindestens 16 Menschen sterben bei der Explosion einer Bombe, die eine Selbstmordattentäterin in der Nähe eines Busses mit Soldaten und Zivilisten zündet. Der Mannschaftsbus war auf dem Weg zu einem Militärstützpunkt in Tschetschenien.

5. Juli 2003: Zwei Selbstmordattentäterinnen reißen auf einem Rockkonzert in Moskau 15 Menschen in den Tod.

10. Juli 2003: Ein russischer Sicherheitsbeamter kommt bei dem Versuch ums Leben, eine Bombe zu entschärfen. Eine Frau hatten den Sprengsatz in einem Cafe in Moskau deponiert.

1. August 2003: 50 Menschen werden getötet, nachdem ein Selbstmordattentäter einen mit Sprengstoff beladenen Lastwagen in ein Militärkrankenhaus in Nord-Ossetien an der Grenze zu Tschetschenien gelenkt hat.

16. September 2003: Zwei Selbstmordattentäter steuern nahe der Grenze einen LKW mit Sprengstoff in ein Gebäude des Sicherheitsdienstes der Regierung. Drei Menschen sterben, 25 weitere werden verletzt.

5. Dezember 2003: Bei einem Selbstmordanschlag auf einen Pendlerzug im Süden Russlands kommen zwei Tage vor der russischen Parlamentswahl 44 Menschen ums Leben.

9. Dezember 2003: Vor einem Hotel nahe des Roten Platzes in Moskau sprengt sich eine Selbstmordattentäterin in die Luft, fünf Passanten werden getötet.

6. Februar 2004: In der Moskauer U-Bahn explodiert während des morgendlichen Berufsverkehrs ein Sprengsatz. 41 Menschen sterben.

9. Mai 2004: Bei einer Bombenexplosion während einer Feierstunde zum Ende des Zweiten Weltkriegs kommen im Dynamo-Stadion von Grosny gibt es viele Opfer, darunter Präsident Kadyrow. (APA)