Wien - Per 1. Juli steigen die Kategoriemieten, die vor dem 1. März 1994 abgeschlossen wurden, aufgrund der im Mietrechtsgesetz vorgesehenen automatischen Indexanpassung um fünf Prozent.

Die Miete der Kategorie A steigt demnach von derzeit 2,64 Euro/m² auf 2,77 Euro, die Kategorie-B-Miete steigt von 1,98 auf 2,08, die Kategorie C von 1,32 auf 1,39 und D von 0,66 auf 0,69 Euro/m².

Für Verträge, die nach dem 1. März 1994 abgeschlossen wurden, gilt die Richtwertmiete. In diesen Fällen wird das Hausverwalterhonorar an die Kategorie A geknüpft. Das heißt für eine 100-m²-Wohnung erhält der Verwalter statt 264 Euro nun 277 Euro.

Polit-Hick-Hack um Anhebung

Justizminister Dieter Böhmdorfer, der diese Anpassung veröffentlichen musste, widerspricht der SP-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures, die den Minister für diesen Preisschub verantwortlich machte. Das Mietrechtsgesetz, in dem die automatische Anhebung fixiert wurde, hätte 1982 die damalige SP-Alleinregierung beschlossen, so Böhmdorfer. (cr, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 11.05.2004)