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Laut Nachwahlbefragungen kam Präsidentin Arroyo auf knapp 41 Prozent der Stimmen.

Foto: APA/EPA/Pcpo Malacanang/Julius Reyes
Manila - Bei der Präsidentenwahl auf den Philippinen ist Staatschefin Gloria Macapagal Arroyo nach ersten Trends klar im Amt bestätigt worden. Landesweite Wählerbefragungen nach dem Ende der Abstimmung vom Montag ergaben für sie einen Stimmenanteil von 41 Prozent, teilte das renommierte Forschungsinstitut Social Weather Stations am Dienstag mit. Arroyos stärkster Konkurrent, der Filmstar Fernando Poe Junior, kam demnach nur auf 32 Prozent. Für die Erhebung waren mehr als 4600 Wähler befragt worden.

In der Hauptstadt Manila versammelten sich am Dienstagabend rund 6000 Anhänger Poes und warfen der Regierung Wahlbetrug vor. Teilnehmer des Protestzuges riefen: "Wir werden niemals erlauben, dass unser Sieg gestohlen wird."

Unregelmäßigkeiten

Poe selbst zweifelte die Ergebnisse der Befragung an und sprach von Unregelmäßigkeiten bei der Abstimmung. So seien Wahlurnen abhanden gekommen und Wahlrechte entzogen worden. "Wir führen bei der Auszählung, aber in den Medien wird das Gegenteil berichtet", sagte der 64-Jährige, der über keine politische Erfahrung verfügt, aber besonders unter der armen Bevölkerung sehr populär ist.

Arroyo rief hingegen auf, die Ergebnisse zu akzeptieren. "Alle müssen sich nun auf Vernunft, Nüchternheit und Respekt für den demokratischen Prozess besinnen." Das offizielle Endresultat wird erst in einigen Wochen erwartet. Die Abstimmung war von Gewalt überschattet worden, bei der mindestens 29 Menschen starben.

Die frühere Vizepräsidentin und promovierte Wirtschaftswissenschaftlerin Arroyo war im Januar 2001 an die Staatsspitze gerückt. Zuvor war ihr Vorgänger, der Ex-Schauspieler Joseph Estrada, nach Betrugsvorwürfen in einem vom Militär unterstützten Volksaufstand zum Rücktritt gezwungen worden. (APA/dpa)