Wien - Das Telefonnetz der Telekom Austria war Montag für rund drei Stunden massiv gestört. Dies bestätigte im Gespräch Telekom-Sprecherin Birgit Drapela. In der Zeit zwischen 10 und 13 Uhr waren vom Ausfall sowohl die alternativen Telekomanbieter als auch die Telekom Austria betroffen. "Wir hatten viele, viele aufgebrachte Kunden, die sich bei uns massiv beschwerten", so Marietheres Paul, Sprecherin von RSL COM. Bereits vergangenen Freitag wäre es zu Störungen gekommen. Der Fehler liegt laut Drapela in der verwendeten Software. Diese reagiere wie bei Überlastung, auch wenn es gar keine Überlastung gibt. Infolge fiel um circa 10:00 Uhr die Hauptvermittlungsstelle (HSVT) Arsenal aus. Daraufhin seien alle Gespräche auf die HVST Schillerplatz geschalten worden. Diese ist aufgrund der Überlastung zusammengebrochen. Dadurch gab es massive Einschränkungen von Gesprächen von der Telekom zu Mobil- und alternativen Betreibern. Probleme gab es auch bei Calls innerhalb Wiens und bei Auslandsgesprächen. Bei Teilnehmern von Bundesländern außer Wien, Niederösterreich und Burgenland sind die Auswirkungen nicht massiv aufgetreten, da diese Gespräche über andere HVSTs abgewickelt werden. Techniker bemüht Drapela verweist darauf, dass das Problem nicht direkt im Bereich der Telekom liege, sondern bei den Zulieferfirmen der betroffenen Software. Deren Techniker seien bemüht, den Fehler rasch zu beheben, damit das Problem morgen, Dienstag, nicht mehr auftrete. "Ganz kann ich das aber nicht ausschließen", so Drapela. Auf Anfrage von konnten andere Telefonieanbieter die Probleme bestätigen. "Massiv waren die Probleme bei uns nicht, aber sie waren vorhanden", so ein Tele2-Sprecher. Auch bei 1012 privat registrierte man Beschwerden von verärgerten Kunden, allerdings hätte man sie an einer Hand abzählen können, so das Call Center von 1012.(pte)