Wien - Analysten heimischer Großbanken rechnen im Vorfeld der am Donnerstag für den Flughafen Wien anstehenden Veröffentlichung der Erstquartalsergebnisse 2004 mit einer deutlichen Steigerung sowohl im Umsatz als auch im Betriebsergebnis (Ebit).

Im Schnitt prognostizieren die Aktienexperten einen Umsatzzuwachs von elf Prozent auf 90,2 Mio. Euro nach 81,4 Mio. Euro im Vorjahresvergleichsquartal. Das Ebit dürfte demnach im selben Zeitraum mit 24,9 Mio. Euro um 6,6 Prozent über jenem der ersten drei Monate 2003 liegen.

Beim erwarteten Ebit wurden Zahlen innerhalb der engen Bandbreite zwischen 24,2 und 25,4 Mio. Euro genannt. Für den Umsatz gaben die Analysten Prognosen zwischen 87,5 und 92,9 Mio. Euro an.

Die Marktbeobachter sind sich einig, dass der Umsatz auf Grund des attraktiven Verkehrswachstums deutlich höher ausfallen dürfte. Der Flughafen Wien hatte für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres bereits ein Passagierwachstum von zirka 15 Prozent bekannt gegeben.

"Nachdem ein großes Expansionsprogramm läuft, werden die Kosten wohl höher sein", führte Erste Bank-Analystin Gudrun Egger aus. Ein Aktienexperte der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA), Jens Zimmermann, geht davon aus, dass vor allem der Personalaufwand und der Materialaufwand gestiegen sind, was auf die Margen drücke und somit der Umsatzzuwachs nicht ganz in den Ergebnissen wiederzufinden sei.

Die den Austrian Airlines gewährten Preisnachlässe dürften sich Zimmermann zufolge bereits ab dem zweiten Quartal negativ in den Flughafen-Ergebnissen niederschlagen. (APA)