Berlin - Deutschland und Frankreich stimmen nach Angaben aus deutschen Regierungskreisen in der Debatte um die Interpretation des europäischen Stabilitätspakts weitgehend überein.

Einen Tag vor dem deutsch-französischen Ministerrat hieß es am Mittwoch in den Kreisen in Berlin, es gebe eine deutsch-französische Übereinstimmung, was die Auslegung des Pakts angehe.

"Nicht als Stagnationspakt missinterpretieren"

"Der Stabilitäts- und Wachstumspakt darf nicht als Stagnationspakt missinterpretiert werden." Ohne Wirtschaftswachstum werde es keine Konsolidierung geben und ohne Konsolidierung kein Wachstum.

SPD-Chef Franz Müntefering hatte sich am Dienstag dafür ausgesprochen, den Stabilitätspakt zu Gunsten von mehr Ausgaben für Forschung und Bildung auszusetzen. Deutschlands Finanzminister Hans Eichel (SPD) unterstützte diese Forderung nach größerer Flexibilität im Umgang mit dem Pakt. (APA/Reuters)