Greifswald - Der Wolfgang-Koeppen-Preis 2004 geht an den Wiener Autor und Lyriker Ludwig Fels. Er erhält den mit 5.000 Euro dotierten Preis für ein Gesamtwerk. Dieses habe sich "über Jahrzehnte jenseits von Korrumpierbarkeit bewegt und sucht in einer kompromisslosen Sprache nach der Wahrheit hinter Wirklichkeiten", begründete Jurorin Susanne Riedel, Preisträgerin von 2002, am Freitag die Wahl. Der Preis wird alle zwei Jahre am 23. Juni, dem Geburtstag Koeppens, von der Stadt Greifswald verliehen. Koeppen (1906-1996) wurde in Greifswald geboren. Ludwig Fels, geboren am 27. November 1946 in Treuchtlingen, lebt seit 1983 in Wien. Sein Oeuvre umfasst Lyrik, Romane, Erzählungen, Hörspiele und Dramen. Zu den bekanntesten Werken des Autors, der u.a. auch Träger des Hans-Fallada-Preises ist, zählen der 1990 erschienene Roman "Der Himmel war eine große Gegenwart" und das Schauspiel "Soliman", das 1991 als Kooperation der Bregenzer Festspiele und des Wiener Volkstheaters Uraufführung feierte.(APA/dpa)