Salzburg/Wien - Wie werden Salzburger Jugendzentren von Mädchen genutzt? Welche Angebote gibt es für sie? Mit diesen Fragen wurden Salzburger Jugendzentren im Auftrag von make it - Büro für Mädchenförderung konfrontiert.

Die Ergebnisse zeigen Handlungsbedarf. Eine Zusammenfassung: "Es gibt z.B im Flachgau, im Tennengau und im Pongau keine eigenen Mädchenräume und in der Stadt Salzburg nur bei einem Drittel der Jugendzentren. Im Flachgau, Pinzgau und Pongau steht kein eigenes Budget für Mädchenprojekte zur Verfügung, in der Stadt Salzburg haben 7 von 10 Jugendzentren keine Gelder dafür bereit.

In den Ausbildungskonzepten zum/zur Jugendarbeiter/in findet sich meist kein Platz für Mädchen- bzw. Burschenarbeit. Es überrascht daher nicht, dass feministische Mädchenarbeit - bis auf wenige Ausnahmen – auch in den Konzepten der befragten Einrichtungen nicht aufscheint. Die Umsetzung geschlechtssensibler Jugendarbeit steht und fällt mit dem Engagement der LeiterInnen bzw. BetreuerInnen.

Der Wert der pädagogischen Tätigkeit wird allgemein sehr gering eingeschätzt. In den ländlichen Regionen z.B. wird die Jugendarbeit in den befragten Einrichtungen oft nur durch die ehrenamtliche Tätigkeit von Frauen umgesetzt. Und dies, obwohl es immer wieder heißt, es braucht Angebote für Jugendliche, und wie wichtig die Arbeit mit jungen Frauen und Männern denn sei."

Ziel

Die Studie soll Unterschiede zwischen den Geschlechtern in Planung, Durchführung und Auswertung von Jugendarbeit sichtbar machen und Entwicklungen anregen. "Erst durch das Aufzeigen der Ungleichheiten wird klar, dass spezifische Maßnahmen in der Mädchen- und Frauenförderung weiterhin notwendig und Basis für Gender Mainstreaming sind. Eine der daraus resultierenden Forderungen ist, dass bei Vergabe von Subventionen die Kriterien Gender Mainstreaming, Angebote und Öffnungszeiten für Mädchen und Frauen, sowie Angebote für Mädchen und Burschen mit Behinderungen, Berücksichtigung finden müssen", erklärte die Mädchenbeauftragte Teresa Lugstein. (red)