Genf/Wien - Die WHO-Tagung des Weltgesundheitsrates in Genf hat am Montag begonnen. Schwerpunkte sind unter anderem die Bekämpfung von HIV und Aids, der Fettleibigkeit und der zunehmenden Problematik der nichtansteckenden Krankheiten, wie eine Sprecherin von Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat sagte. Die Ministerin selbst werde die österreichische Gesundheitsförderungsbewegung vorstellen und bilaterale Gespräche führen, sagte sie.

Ein Schwerpunkt auf dem Tagungsprogramm sind die nicht ansteckenden Krankheiten, so die Sprecherin: Bereits 60 Prozent der Todes- und rund die Hälfte der Krankheitsfälle seien auf diese zurückzuführen. Auch die Sicherheit im Straßenverkehr wird thematisiert: Jährlich gibt es laut WHO 1,2 Mio. Verkehrstote, ohne Gegenmaßnahmen werde dies bis 2020 die dritthäufigste Todesursache weltweit sein.

Gesundheitssysteme müssen gestärkt werden

"Es gibt viele Gesundheitsherausforderungen, die wir überwinden müssen, dazu gehört das Entdecken von auftretenden neuen Krankheiten und sowohl die uns seit Jahrzehnten begleiten, als auch die Risiken von ungesunder Ernährung zu bekämpfen", sagte WHO-Generaldirektor Lee Jong Wook bei einem Pressebriefing am Montag. "Unsere gesamte Gesundheitsarbeit muss letztendlich dazu dienen, die Gesundheitssysteme zu stärken", plädierte er. Nur so könnten die Länder den Fortschritt in der öffentlichen Gesundheit aufrecht erhalten.

Die mittlerweile 57. Jahrestagung des WHO-Gesundheitsrates findet im "Palais des Nations" in Genf statt. Teilnehmen werden alle 192 Mitgliedstaaten. Die Tagung endet am 22. Mai. (APA)