Salzburg - Die Wiedereinführung der 40-Stunden-Woche für alle Arbeitnehmer forderte am Dienstag der Vizepräsident der Salzburger Wirtschaftskammer, Helmut Haigermoser.

"Ich glaube, dass diese Forderung die beste Antwort ist im Zuge der Osterweiterung, im Zuge der Globalisierung", sagte der aus der FPÖ ausgeschlossene frühere Nationalrats-Abgeordnete in den Radionachrichten von ORF Salzburg. "Der Wirtschaftsstandort Österreich könnte damit auf Dauer gesichert werden."

Die Arbeitnehmer sollten für den gleichen Lohn länger arbeiten, sagt der WK-Vizepräsident: "Das wäre eine Lohnnebenkostensenkung, ohne dass die Mitarbeiter einen Schaden erleiden. Die Antwort auf steigende Arbeitslosenzahlen kann ja nicht sein, dass man ständig neue Sozialabgaben einplant und damit den Staatshaushalt wieder belastet."

"Arbeit ist keine Schande"

Dabei ist gleicher Lohn für mehr Arbeit für Haigermoser kein Problem: "Ich glaube, dass Arbeit keine Schande ist. Arbeit ist ja die Lebenserfüllung. Ich glaube, dass eine Mehrheit der Österreicher da nach Diskussion dafür sein wird. Denn mit den alten Rezepten ist man gescheitert."

Als Vorbild sieht Haigermoser dabei den Freistaat Bayern. Dieser erhöhe auch die Wochenarbeitszeit für seine Angestellten auf 42 Stunden. "In der Zwischenzeit haben es breite Bevölkerungsschichten eingesehen, dass das eine gute Antwort auf die Herausforderungen, die ich geschildert habe, ist." (APA)