Die neue Sat.1-Late-Night-Talkerin Anke Engelke hat mit der zweiten Ausgabe ihrer Show fast eine Million Zuschauer verloren. 1,5 Millionen Zuschauer (Marktanteil: 13 Prozent) sahen nach Senderangaben am Dienstagabend um 23.15 Uhr "Anke Late Night". Die Premiere am Montag hatten noch 2,46 Millionen Menschen (22,5 Prozent) verfolgt. Immerhin verbuchte Engelke in der für den Sender wichtigen jüngeren Zielgruppe der 14- bis 49-jährigen Zuschauer bei der zweiten Sendung einen Marktanteil von 18 Prozent.

Flop, Entwicklungspotenzial, trotz Schwachstellen "gute Show"

Die Pressestimmen auf die Premiere der mit Spannung erwarteten Show am Montag waren durchwachsen: Für manche Kritiker war Engelke gefloppt: "Das Ausmaß von Anke Engelkes Scheitern als Harald-Schmidt-Nachfolgerin ist atemberaubend", schrieb recht streng die "Frankfurter Rundschau" am Mittwoch. Andere billigten der Komödiantin durchaus Entwicklungspotenzial zu - "Sie muss noch etwas üben", meinte die "taz" etwas gönnerhaft. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" dagegen sah trotz Schwachstellen "doch eine gute Show".

Ihre Stärke liege in Parodien und Sketchen

Einig war man sich darüber, dass Engelke beim traditionellen Stand-Up-Teil zu Showbeginn versagt, jedenfalls aber schlechte Gagschreiber gehabt habe und dass ihre Stärke in Parodien und Sketchen liege. Ihre Qualitäten als Gastgeberin polarisieren noch. Während manche Feuilletonredaktion sich über ihre Plaudereien mit Rockstar Sting amüsierte, schalteten andere professionelle Zuschauer schlicht ab. (APA/dpa)