Wie man mit Rapidler Martin Hiden umgeht, hat Marek Heinz schon beim Länderspiel gegen Österreich gelernt.

Prag/Graz - Der neue österreichische Fußball-Meister GAK zeigt Interesse am tschechischen Internationalen Marek Heinz, der momentan beim nationalen Meister Banik Ostrau spielt. Sportdirektor Hannes Weninger reiste am Dienstag zum tschechischen Cup-Finale zwischen Ostrau und Sparta Prag (1:2) nach Prag, wo der 26-jährige Stürmer über die gesamten 90 Minuten im Einsatz war, allerdings kein Tor erzielte. "Er ist für uns ein interessanter Spieler", sagte Weninger über den Angreifer, der am Mittwoch in den tschechischen EM-Kader berufen wurde.

Heinz war vor seinem Wechsel nach Tschechien im vergangenen Sommer ein halbes Jahr bei Arminia Bielefeld engagiert. Von Sommer 2000 bis Jänner 2003 ging er für den Hamburger SV auf Torjagd und machte dabei Bekanntschaft mit Trainer Kurt Jara sowie den ehemaligen ÖFB-Teamkickern Michael Baur und Richard Kitzbichler.

Linz ist der Wunschstürmer

Ganz oben auf der GAK-Wunschliste steht aber ÖFB-Teamspieler Roland Linz von der Admira, gegen die die Grazer am Donnerstag die letzte Bundesliga-Runde bestreiten. "Er ist unser Wunschstürmer, denn wir wollen den österreichischen Weg weitergehen. Man muss aber abwarten, ob wir uns mit der Austria einigen können", stehen dem Sportdirektor schwierige Verhandlungen mit dem Wiener Linz-"Besitzer" bevor.

Ein neuer Stürmer wird wohl in jedem Fall den Weg nach Graz finden. Dafür muss der frühere belgische Teamspieler Michael Goosens, dessen Kontrakt noch bis 2005 läuft, den GAK vorzeitig verlassen. "Nächste Woche kommt sein Manager, dann wollen wir uns auf eine Vertragsauflösung einigen."

Verlängerung mit Sionko angestrebt

In der kommenden Woche soll auch die Entscheidung über die weitere Zukunft des Tschechen Libor Sionko fallen, der im Gegensatz zu Heinz nicht für das EM-Aufgebot nominiert wurde. "Ich gehe davon aus, dass er die nächsten drei Jahre bei uns bleiben wird", so Weninger.(APA)