Berlin/München - Der vom Deutschen Sprachrat in Berlin gestartete Wettbewerb "Das schönste deutsche Wort" stößt auf großes Echo. Täglich gehen dazu in der Münchner Zentrale des Goethe-Instituts mehr als tausend Vorschläge von Prominenten, Deutschlehrern aus aller Welt, Schulklassen und Zeitungsredaktionen ein, teilte das Goethe-Institut am Mittwoch mit. Noch ist nichts entschieden - der Wettbewerb dauert bis zum 1. August.

Im Ausland wird die Suche vor allem von den 127 Goethe-Instituten in aller Welt gefördert. Von "Ölöfen" ("das einzig mir bekannte Wort mit zwei ö") bis "Streichholzschächtelchen" reicht hier die Palette der Vorschläge. Der in Hollywood lebende deutsche Filmregisseur Wolfgang Petersen ("Troja") wählte das Wort "Schweinshaxe", der Historiker Arnulf Baring "Freundschaft". Loriot plädiert für "Auslegeware".

Unter den Vorschlägen, die beim Morgenmagazin von ZDF und ARD eingingen, ist "Gemütlichkeit" der Spitzenreiter. Die Redaktion des Radiosenders SWR3 meldete nach einer Hörerbefragung "Sommernachtstraum" als das schönste Wort aus Südwestdeutschland an. Besonders entlang des Rheins werde fieberhaft nach dem schönsten Wort gesucht: Von hier aus klickten sich die meisten der täglich 50.000 Besucher auf die Webseite deutscher-sprachrat.de . Zu den Vorschlägen gehören auch Wundertüte, Pusteblume und Sternschnuppe. (APA/dpa)