Die Fans der Westtribüne haben ihr Urteil abgegeben: 110% Anti-Westenthaler. Im Schweizerhaus leugnete er erst, dann gab er zu, mit Kurt Jara über ein Engagement bei der Austria geplaudert zu haben. Er meinte, "Frank ist mein Boss", wo er doch als Liga-Vorstand den Vereinen verpflichtet sein sollte, Austria-Spieler "bezichtigte er der Lüge", so die Homepage www.westtribuene.at , weil sie den Fans die Ankündigung bestätigten, dass er im kommenden Jahr eine wesentliche Funktion bei der Austria bekleiden wird. Westenthalers TV-Verhandlungen wurden von anderen gerettet, seine Gesamtvermarktungsvariante ist mit den neuen TV-Partnern und -Formaten kaum machbar. Westenthalers von vielen Beobachtern diagnostizierte ORF-Präferenz kann viele Ursachen und Ziele haben, er ist und bleibt Politiker, der als Ligavorstand für die Austria denkt, den Ligabeschluss relativiert. Ein vielseitiger Mensch, nur fragen sich auch die Fans von der Westtribüne, wer die Zeche für ihn zahlen wird. (josko/DER STANDARD; Printausgabe, 21.5.2004)