• Schon am Donnerstag versank Madrid im Verkehrschaos: Rund 300.000 Menschen versammelten sich am Cibeles-Brunnen, um auf dem Teilstück des Hochzeitswegs die Generalprobe für die Lichtshows zu bestaunen. Mehrere Gebäude der Stadt werden bunt beleuchtet.

  • Für den Hochzeitsempfang in einem eigens aufgebauten Festzelt im königlichen Palast stehen für die 400 Ehrengäste 1242 Champagnerflaschen zum Entkorken bereit. Für die Hochzeitstafel hat die Königsfamilie 1,2 Tonnen Porzellan aus Limoges bestellt. Jedes der 3000 Teile des Services ziert die Krone des spanischen Königshauses.

  • Bei aller Geheimhaltung, so viel ist immerhin durchgesickert: Letizia wird ein Brautkleid aus valencianischer Seide und in einer Tönung "zwischen Weiß und Elfenbein" tragen. Es stammt vom 86-jährigen Modeschöpfer Manuel Pertegaz und soll 6000 Euro gekostet haben.
  • Die Madrider Almudena-Kathedrale, in der die Trauung stattfindet, wurde als einzige in Spanien von einem Papst geweiht, und zwar im Jahr 1993. Sie ist damit die jüngste Kathedrale in Europa. König Alfonso XII. hatte 1883 den Grundstein gelegt. Im Vergleich zu den Kathedralen von Sevilla und Barcelona, in denen Felipes Schwestern Elena und Cristina geheiratet hatten, wirkt die Almudena-Kathedrale eher karg und schmucklos. Für die Trauung wurde sie renoviert, die Kosten dafür betrugen 240.000 Euro.

  • Rund 4000 Journalisten aus 40 Ländern haben sich für die Berichterstattung angemeldet. Mehr als eine Milliarde Zuschauer in der ganzen Welt werden die Märchenhochzeit am Bildschirm verfolgen. ORF 1 überträgt die Prinzenhochzeit von 9.30 Uhr bis ca. 13.50 Uhr live. Wer auf ORF 2 umschaltet bleibt live bei einem kirchlichen Ereignis - der Wallfahrt der Völker in Mariazell. (APA, kps, DER STANDARD Printausgabe 22.5.2004)