Der südkoreanische Telekom-Provider KT will bis Jahresende die Zahl seiner Hotspots im Land auf 23.000 bis 24.000 nahezu verdoppeln. Südkorea würde damit über das weltweit dichteste Wi-Fi-Netz verfügen, berichtet der Branchendienst Cnet. Das asiatische Land wird dann mehr drahtlose Internetanbindungen haben als ganz Nordamerika.

Vorteile

Die gewaltige Hotspot-Expansion wird durch die speziellen Umstände in dem ostasiatischen Land begünstigt. Südkorea ist mit einer Penetration von 71 Prozent mit weitem Abstand Breitband-Weltmeister. Die ehemals staatliche KT ist nach wie vor der größte Carrier. Dadurch verfügt das Unternehmen über eine stattliche Kundenzahl, die bereits mit Breitband vertraut ist, beurteilen Analysten die spezielle Situation in Südkorea. "DSL und Hotspots sind unsere populärsten Angebote", bestätigt Won-Sic Hahn, Marketingmanager bei KT.

Vorne

"Ganze Häuserblöcke sind hier schon richtige Hotspots", analysiert Keith Waryas vom Marktforschungsinstitut IDC. "Südkorea ist wahrscheinlich der fortschrittlichste Wireless-Markt auf der ganzen Welt." Der Breitband-Zugang ist billig. Kunden zahlen rund 20 Dollar im Monat für eine 8-Megabit-Verbindung. Wi-Fi kostet zusätzlich neun Dollar. KT will darüber hinaus gemeinsam mit einem japanischen Carrier einen Test für Roaming-Angebote zwischen beiden Ländern starten.

WiMax

Durch den Erfolg mit Wi-Fi und DSL dürfte allerdings eine Technologie, die als zukünftige Alternative für die letzte Meile gehandelt werden, auf der Strecke bleiben. WiMax ist in Südkorea wegen der hohen Breitband-Penetration kein Thema. "Das ist eine gute Technologie, aber nicht für Südkorea", sagt Hahn. (pte)