Gut durchdachten E-Government-Anwendungen mehr Öffentlichkeit zu verschaffen: Das war laut Christian Rupp, dem im Bundeskanzleramt für die E-Government-Kampagne der Regierung zuständigen Exekutivsekretär, die Motivation, beim heurigen "Multimedia und E-Business-Staatspreis" einen eigenen Sonderpreis auszuschreiben.

Ablauf

Drei Kategorien stehen für Einreichungen offen, erzählt Rupp, der auch Jurymitglied ist: Entweder sie drehen sich schwerpunktmäßig um die elektronische Abwicklung von Bürgeranliegen, vereinfachen die Beziehungen zwischen Amt und Unternehmen, oder aber sie widmen sich der Automatisierung von Prozessen, die zwischen Behörden ablaufen. Je nach Zielgruppe der Anwendungen werde man auch andere Kriterien an die eingereichten Projekte legen, so Rupp: Wenden sie sich an die breite Öffentlichkeit, sind Einfachheit und Verständlichkeit ausschlaggebend. Barrierefreiheit, also die Zugänglichkeit von E-Government-Anwendung für sehbehinderte Menschen, ist ebenso ein Bewertungs-, aber sicher kein Ausschlusskriterium.

Erreichbarkeit

Spezialanwendungen für technologiegeübte Zielgruppen würde er unter einem anderen Blickwinkel sehen: ob zum Beispiel ein Angebot auch über das Mobiltelefon genutzt werden kann. 40 bis 50 eingereichte Projekte erwartet Rupp. Der Sonderpreisträger ist auch Anwärter für den Hauptpreis. Die Einreichfrist endet am 5. Juni. (DER STANDARD Printausgabe, 24.05.2004)