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Foto: APA/EPA/Manuel H. De Leon
Madrid - Dass bei der Vermählung des spanischen Kronprinzen Felipe mit seiner Braut Letizia Ortiz am Samstag zwar die Königshäuser aus aller Welt vertreten waren, kaum aber hohe Repräsentanten der europäischen Republiken, hat die Madrider Tageszeitung "El Mundo" am Montag zu einem Kommentar veranlasst. "Während die Königshäuser aus aller Welt bei der Prinzenhochzeit fast vollständig vertreten waren, glänzten viele republikanische Staaten durch Abwesenheit. Von den großen Ländern Lateinamerikas war keines durch seinen Präsidenten vertreten, obwohl Felipe seit Jahren der führende Repräsentant Spaniens auf dem Kontinent ist. In Europa schickte Frankreichs Präsident seine Gattin, der italienische Staatschef hatte sich das Schlüsselbein gebrochen. Institutioneller Akt Das Königshaus hat nicht die Mittel, Widerstände zu überwinden. Aber die Regierung hätte sich bewusst sein müssen, dass die Hochzeit kein Familienfest war, sondern ein institutioneller Akt. Wenn die Politik Druck macht, stellen die Freunde sich auch ein. Das Madrider Außenministerium ließ jegliche Koordination vermissen." In Spanien hat nach den Parlamentswahlen im März ein politischer Machtwechsel stattgefunden. Die sozialdemokratische PSOE unter Jose Luis Rodriguez Zapatero hat die bis dahin regierende konservative Volkspartei unter Maria Jose Aznar abgelöst. Neuer Außenminister Spaniens ist seither der Nahost-Experte Miguel Angel Moratinos.(APA/dpa)