Bangkok - Moslemische Rebellen in den von blutigen Unruhen erschütterten Südprovinzen Thailands wollen mit der Regierung über eine Teilautonomie für die Region verhandeln. Statt einer Abspaltung der vorwiegend von Moslems bewohnten Provinzen strebe man die Schaffung einer "Sonderverwaltungsregion" an, sagte am Montag Wan Kadir Che Man, Chef einer Dachorganisation mehrerer islamischer Rebellengruppen, im Rundfunk. Zuvor hatte Regierungschef Thaksin Shinawatra seinerseits den Aufständischen Gespräche angeboten. Bisheriger Höhepunkt der Gewalt war ein Blutbad Ende April, bei dem vorgewarnte Sicherheitskräfte 107 militante Moslems töteten, die in Südthailand Regierungsgebäude stürmen wollten. Zuvor waren seit Anfang des Jahres Dutzende Menschen bei Angriffen der Rebellen auf staatliche und militärische Einrichtungen ums Leben gekommen. 90 Prozent der thailändischen Bevölkerung sind Buddhisten, fünf Prozent Moslems, von denen die meisten im Süden des Landes leben. (APA/dpa)