Washington - Der Oberste Gerichtshof der USA hat den Einspruch eines zum Tode verurteilten Mörders gegen seine Hinrichtungsart unterstützt. Er hatte im vergangenen Herbst die Exekution von David Larry Nelson gestoppt, nachdem dieser gegen die Verabreichung einer Giftspritze wegen seiner durch Drogenmissbrauchs zerstörten Venen als grausam und ungewöhnlich protestiert hatte. Nelson hatte vorgebracht, dass es bei ihm unmöglich sei, eine intravenöse Spritze zu verabreichen, ohne ihn schwer zu verletzen. Nelsons Fall gab den Obersten Richtern Gelegenheit, die üblichen Hinrichtungsarten zu überprüfen. Dazu gehörte auch die Frage, ob Gnadengesuche in letzter Minute auch an Bundesgerichte erlaubt werden sollten. Dies ist bisher nur bei Straftaten möglich, die nach Bundesrecht verhandelt wurden; normalerweise ist der Gouverneur des Staates, in dem der Todeskandidat einsetzt, zuständig. Nelson sitzt seit mehr als 20 Jahren in einer Todeszelle von Alabama. Ärzte hatten ihm bescheinigt, dass eine Spritze bei ihm schwere Blutungen und Herzprobleme auslösen kann, bevor ihn das Gift tötet.(APA/AP)