DER STANDARD
Pittsburgh - Ein amerikanischer Student hat einen Roboter entwickelt, der in der japanischen Origami-Tradition Papierflugzeuge oder -hüte faltet. Was ein achtjähriges Kind spielend beherrscht, musste Devin Balkcom von der Carnegie Mellon University in Pittsburgh mühevoll im Programmcode abbilden.

Eine weitere Herausforderung war die technische Umsetzung. Bisher wurden Roboter vor allem für die Bearbeitung oder den Transport von groben Materialien entwickelt. Balkcom gestaltete den Roboter als eine am Tisch befestigte Maschine mit Gummisaugern für den behutsamen Umgang mit dem zarten Papier. Gefaltet wird es mit Hilfe einer Spurrille auf einer Metallplatte.

Die Konstruktions- und Programmierarbeit erschien Balkcoms Professor Matthew Mason so komplex, dass er dem Studenten davon abriet, als dieser ihm im Januar 2003 seine Idee für die Doktorarbeit vortrug. Im August soll das Promotionsziel erreicht sein. Für noch komplexere Origimi-Kunst als Flugzeuge und Hüte können andere Studenten in die Fußstapfen des Pioniers treten. Der Programmieraufwand für die Gestaltung eines gefalteten Papierschwans entspricht nach den Worten Balkcoms dem Umfang von zehn Doktorarbeiten. (APA)