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Foto: REUTERS/Leonhard Foeger
Wien - Johannes Voggenhuber, EU-Spitzenkandidat der Grünen, und innerhalb der Umweltpartei nicht immer unumstritten, war das erste grüne Regierungsmitglied in Europa überhaupt. 1982 hatte er bei den Salzburger Gemeinderatswahlen mit mehr als 17 Prozent ein "Traumergebnis" erzielt und war als Stadtrat mit dem größten Ressort - Verkehr, Umwelt, Stadtplanung und Gewerbeordnung - in die Stadtregierung eingezogen.

Den Grünen, die bei den Europawahlen jeweils besser abschnitten als bei den Nationalratswahlen, bescherte die EU-Wahl 1999 (mit Spitzenkandidat Voggenhuber) ihr bestes Bundeswahlergebnis bis dahin: Mit 9,29 Prozent legten sie gegenüber 1996 um rund 2,5 Prozentpunkte zu.

Voggenhuber, am 5. Juni 1950 in Salzburg geboren, hatte seine politische Laufbahn 1977 als Sprecher der Bürgerliste Salzburg gestartet. Von 1982 bis 1987 war er Regierungsmitglied in der Mozartstadt und entwickelte dort auch ein Stadplanungsprojekt, das von vielen als Pionierleistung in Europa für moderne und gleichzeitig umweltfreundliche Stadtplanung angesehen wird.

Ausschüsse

1988 bis 1991 war Voggenhuber schließlich Bundesgeschäftsführer der Grünen. Die Funktion des Klubobmanns der Grünen im Parlament bekleidete er 1990 bis 1992. Von 1990 bis 1996 war er Abgeordneter im Hohen Haus. Seit 1995 schließlich ist Voggenhuber Vertreter der österreichischen Grünen im Europäischen Parlament.

Der Verfassungsexperte ist im EU-Parlament auch in zahlreichen Ausschüssen tätig. Als vehementer Befürworter einer europäischen Verfassung wurde auf seine Initiative hin ein eigener Ausschuss für Verfassung beschlossen, dessen Vize–Präsident er von 1999 bis 2002 war. Im Ausschuss für Konstitutionelle Fragen ist Voggenhuber weiterhin Mitglied. Außerdem ist er Ersatzmitglied im Ausschuss für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten und auch Mitglied im Verfassungskonvent. (APA/red)