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Newcastle - Schwangere Asthmapatientinnen, die eine Tochter erwarten, leiden unter stärkeren Symptomen als jene, die einen Sohn bekommen werden. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des John Hunter Hospital gekommen. Die australischen Wissenschaftler nehmen an, dass der weibliche Fötus eine Substanz produziert, die das Asthma der Mütter verschlimmert. Die Ergebnisse der Studie wurden auf der in Orlando (Florida) stattfindenden Konferenz der American Thoracic Society präsentiert. Derzeit sind die genauen Ursachen für diese Unterschiede laut noch nicht erforscht. Die Mediziner begleiteten 118 schwangere Asthmatikerinnen. Es zeigte sich, dass fast zwei Drittel der Frauen, die ein männliches Kind erwarteten, während der Schwangerschaft symptomfrei waren. 61 Prozent der Mütter mit Töchtern waren in der 18. Woche beschwerdefrei und in der 30. Woche waren es nur noch 28 Prozent. Während der Nacht auftretende Symptome verstärkten sich bei diesen Frauen zwischen der 18. und 30. Schwangerschaftswoche deutlich. Bei mit einem männlichen Fötus Schwangeren wurden keine derartigen Symptome beobachtet. Zusätzlich erhöhte sich die Einnahme von inhalierten Steroiden bei der Gruppe mit weiblichen Föten mit dem Fortschreiten der Schwangerschaft. Bei der anderen Gruppe konnten keine Veränderungen festgestellt werden. (pte)