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Die in Europa heiß begehrte Trophäe geht dieses Jahr an den FC Porto.

Foto: AP Photo/Frank Augstein

Gelsenkirchen - Der diesjährige Sieger der Fußball-Champions-League heißt FC Porto. Die Portugiesen entschieden am Mittwoch Abend das Finale in der ausverkauften Arena "AufSchalke" von Gelsenkirchen gegen AS Monaco mit 3:0 (1:0) für sich und eroberten damit zum zweiten Mal nach dem Wiener 2:1 gegen Bayern München im Jahr 1987 die begehrteste Trophäe des europäischen Klub-Fußballs. Vor 53.040 Zuschauern scorten Carlos Alberto (39. Minute), Deco (71.) und Alenitschew (75.) die Tore der Portugiesen, die im Vorjahr den UEFA-Cup gewonnen hatten.

Legendärer Fersler

Vor 17 Jahren hatte Rabah Madjer mit seinem legendären Fersler im Praterstadion den FC Porto in den siebenten Fußball-Himmel geschossen, nun erlebte Portugals 20-facher Champion die zweite derartige Sternstunde. Der Klub, der von 1980 bis 1982 vom Österreicher Hermann Stessl betreut worden war, steht nunmehr auf einer Stufe mit Benfica Lissabon, der den bedeutendsten Klubbewerb Europas ebenfalls zwei Mal (1961 und 1962) gewonnen hat.

Ausgeglichenes Match

Die zwei Außenseiter, die auf dem Weg ins Finale etliche weit höher eingeschätzte Topklubs aus dem Weg geräumt hatten, lieferten einander anfangs einen ausgeglichenen Kampf, ehe in der 39. Minute die Vorentscheidung fiel. Carlos Alberto wurde nicht konsequent genug gedeckt bzw. attackiert und der 19-jährige Brasilianer ließ Roma im Monaco-Tor keine Chance.

Monaco im Pech

Vor diesem 0:1 hatten auch die Monegassen ihre Möglichkeiten. Bereits in der 3. Minute zog Kapitän Giuly allein aufs Porto-Tor, doch der aufmerksame Keeper Vitor Baia klärte außerhalb des Strafraums. Danach hatte Monaco gleich zwei Mal Pech: Zuerst musste Giuly wegen einer Zerrung dem Kroaten Prso (23.) Platz machen, dann wurde Goalgetter Morientes in aussichtsreicher Position wegen Abseits zurückgepfiffen (31.), womit Referee Nielsen laut TV-Kamera allerdings falsch lag.

Mit drei Stürmern

Nach der Pause setzten die Franzosen alles auf eine Karte, um das Match eventuell doch noch zu ihren Gunsten zu entscheiden. Trainer Didier Deschamps brachte mit Nonda einen dritten Stürmer, Monaco erhöhte den Druck und brachte die Porto-Abwehr wiederholt in Verlegenheit, doch das Glück bzw. Referee Nielsen waren nicht auf ihrer Seite. Als Morientes in der 61. Minute allein auf Vitor Baia zustürmte, wurde der Goalgetter erneut wegen Abseits zurück gepfiffen.

Fatale Entscheidung von Schiedsrichter Nielsen

Dann übersah Nielsen ein Foul an Morientes und aus dem darauf folgenden Konter fiel in der Drangperiode der Monegassen das 2:0 durch Deco (71.), der nach Zuspiel von Derlei überlegt einschoss. Damit war das Match zum Leidwesen der auf der Tribüne versammelten Fürstenfamilie entschieden, Monacos Traum vom zweiten französischen Erfolg im Meisterbewerb nach Marseille (1993) ausgeträumt. Alenitschew (75.) erhöhte noch auf 3:0 für die Mannschaft von Trainer Jose Mourinho, der wahrscheinlich zum FC Chelsea wechselt. (APA)

Champions-League-Finale:

 

  • FC Porto - AS Monaco 3:0 (1:0)
    Arena "AufSchalke", 53.040 Zuschauer (ausverkauft), SR Kim Milton Nielsen (Dänemark)

 

Torfolge:
1:0 (39.) Carlos Alberto
2:0 (71.) Deco
3:0 (75.) Alenitschew

FC Porto: Vitor Baia - Paulo Ferreira, Jorge Costa, Ricardo Carvalho, Nuno Valente - Mendes, Costinha, Deco (85. Emanuel), Maniche - Derlei (79. McCarthy), Carlos Alberto (60. Alenitschew)

AS Monaco: Roma - Ibarra, Givet (72. Squillaci), Rodriguez, Evra - E. Cisse (62. Nonda), Zikos, Bernardi, Rothen - Giuly (24. Prso), Morientes

Gelbe Karten: Nuno Valente, Carlos, Jorge Costa