Das Telekommunikationsunternehmen Arcor hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2003/2004 (31. März) Umsatz und operatives Ergebnis deutlich gesteigert. Profitieren konnte der wichtigste Festnetz-Konkurrent der Deutschen Telekom vor allem vom Interesse am schnellen DSL-Internetzugang. Das teilte die mehrheitlich zu Vodafone gehörende Arcor-Gruppe am Donnerstag in Eschborn mit.

Die Erlöse stiegen um 14 Prozent auf 1,4 Mrd. Euro, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen kletterte von 46 Mio. Euro auf 134 Mio. Euro. Der Nettogewinn wurde nicht beziffert.

Die Zahl der DSL-Kunden verdreifachte sich auf 169.000. Vom 1. Juli an will Arcor flächendeckend DSL-Anschlüsse unter eigenem Namen vermarkten und nutzt dabei die Infrastruktur der Deutschen Telekom. Bisher galt das Angebot nur für Regionen, in denen Arcor mit einem eigenen Netz vertreten ist.

"Wachstumstreiber bleibt die Ortsnetzerschließung", sagte Arcor-Chef Harald Stöber. Rund eine Million Kunden stellten 2003 auch ihre Ortsgespräche auf Arcor um. Die Zahl der Kunden, die automatisch über Arcor telefonieren (Preselection), lag insgesamt bei 2,5 Mio. (Vorjahr: 2,4 Mio.) Euro.

Vodafone hält 74 Prozent der Anteile an Arcor. Weitere Aktionäre sind die Deutsche Bahn (18 Prozent) und die Deutsche Bank (8 Prozent). Vor der Übernahme von Mannesmann durch Vodafone hieß das Unternehmen Mannesmann Arcor. Beschäftigt werden rund 4.000 Mitarbeiter. (APA)