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Protest vor der Wiener Wirtschaftskammer

Foto: APA/ BARBARA GINDL

Wien - Ein merkwürdiges Bild bot sich am Donnerstag, allen Besuchern der Wiener Wirtschaftskammer. Dutzende - reichlich spärlich bekleidete - Menschen säumten auf Massageliegen die Eingangshalle. Zwischendurch schlängelten sich Angestellte und Lieferanten der Wirtschaftskammer hindurch. Anlass zu diesem Schauspiel bot das neue Heilmasseurgesetz, in dem die Therapeuten nach eigenen Angaben das Ende ihres Berufes sehen und gegen das sie mit dieser Aktion demonstrieren wollten.

Bisher gab es die Unterscheidung zwischen gewerblichen Masseuren, die nur zur Regeneration bzw. Entspannung ihre Kunst anbieten durften und die Heilmasseuren, die unter ärztlicher Aufsicht arbeiten.

Innerhalb von zehn Jahren sollen laut Entwurf Heilmasseure 2.384 Stunden Zusatzausbildung absolvieren müssen, wenn sie nicht ihre Berufsberechtigung verlieren wollen. Den "Gewerblichen" reichen 1920 Stunden. Die ÖGB - Gesundheitsberufe - warnten, dass "das Gesetz gefährlich für den Patienten ist".

Über den Stand der Verhandlungen oder vorläufige Ergebnisse war allerdings noch nichts zu erfahren. (APA)