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Kano - Nach achtmonatiger Weigerung hat sich ein Staat im Norden Nigerias bereit erklärt, an einer Impfkampagne gegen Polio teilzunehmen. Mit den Schutzimpfungen solle in Kürze begonnen werden, teilte ein Regierungssprecher des überwiegend muslimischen Staates Kano am Donnerstag mit.

Kano hatte den Impfstoff im September vergangenen Jahres verboten, weil darin angeblich Hormone festgestellt wurden. Außerdem hatte es geheißen, mit der Immunisierung wollten die USA das Aids-Virus verbreiten und muslimische Mädchen unfruchtbar machen. Nach Angaben der Vereinten Nationen hatte der Boykott Kanos eine Verbreitung der Krankheit in Afrika zur Folge.

Mit der auf 16 Jahre angelegten weltweiten Impfkampagne wurde die Zahl der Polio-Fälle von 350.000 im Jahr 1988 auf weniger als 1.000 im vergangenen Jahr reduziert. Die Hälfte aller Polio-Erkrankten lebt in Nigeria. (APA/AP)