Paris - Die French Open, Ausgabe 2004, gehen schon ab Runde drei ohne Titelverteidiger weiter. Nach der Belgierin Justine Henin- Hardenne, die am Vortag verabschiedet wurde, flog am Donnerstag mit Juan Carlos Ferrero auch der Herren-Titelverteidiger in Runde zwei aus dem Bewerb.

Der als Nummer vier gesetzte Spanier, durch eine schmerzhafte Rippenverletzung allerdings gehandicapt, war gegen den Russen Igor Andrejew, Nummer 77 der Weltrangliste, chancenlos und verlor in drei Sätzen glatt mit 4:6,2:6,3:6. Dieser hatte erst in der Vorwoche in St. Pölten im Achtelfinale gegen Jürgen Melzer in zwei Sätzen den Kürzeren gezogen. Der 20-Jährige gab heuer in Australien (out in Runde eins) sein Grand Slam-Debüt und ist in Paris erstmals dabei.

Mit Andre Agassi, der auch schon nach Runde eins seine Rackets verstauen musste, war vor vier Jahren zuletzt ein Titelverteidiger in Roland Garros so früh ausgeschieden. Mit dem als Nummer zwei gesetzten Andy Roddick ist sein hoch eingeschätzter Landsmann bereits aus dem Rennen, und auch alle anderen US-Amerikaner sind nicht mehr dabei.

Der Weltranglisten-Erste Roger Federer gab sich hingegen auch in der zweiten Runde beim 6:3,6:4,7:6 (6) gegen den Deutschen Nicolas Kiefer keine Blöße. Der Schweizer trifft nun am Samstag auf den Brasilianer Gustavo Kuerten, der Paris immerhin drei Mal gewonnen hat.

Mit Martin Verkerk ist übrigens der Vorjahresfinalist noch im Bewerb. Der als Nummer 19 gesetzte Niederländer kam aber in Runde zwei gegen den Rumänen Victor Hanescu erst im fünften Satz zum Erfolg, als dieser beim Stande von 3:0 für Verkerk verletzt aufgab.

Bei den Damen drohte am Donnerstag Serena Williams, der Nummer zwei des Turniers, das k.o. Das Kraftbündel aus den USA lag im dritten Satz gegen die Russin Maria Kirilenko schon mit 2:4 zurück, entschied die Partie aber schließlich in zwei Stunden doch noch mit 4:6,6:2,4:6. (APA)