Mamaia - Der albanische Präsident Alfred Moisiu hat die Europäische Union sowie die Vereinten Nationen aufgerufen, sich verstärkt bei der Lösung des Kosovo-Konflikts zu engagieren. "Extremisten dürfen in dieser Konflikt-Region nicht das Sagen haben", sagte Moisiu am Freitag bei einer Pressekonferenz mehrerer zentraleuropäischer Staatspräsidenten im rumänischen Badeort Mamaia und trat dafür ein, dass mit der Hilfe der internationalen Gemeinschaft die betroffenen Volksgruppen wieder ihren Dialog aufnehmen.

Gleichzeitig nahm Moisiu die albanische Bevölkerung im Kosovo in Schutz, indem er versicherte: "In der Geschichte meines Volkes hat es niemals eine Tradition gegeben, Kirchen niederzubrennen." Damit bezog sich der albanische Präsident auf die jüngsten Unruhen im März, bei denen solche Vorkommnisse Schlagzeilen gemacht hatten. Der albanische Präsident unterstrich mehrmals, dass nicht in der Aggression, sondern im Dialog die Lösung zu finden sei. "Das Kosovo darf nicht als schwarzer Fleck auf der europäischen Landkarte übrig bleiben."

Klestil pflichtete dem albanischen Präsidenten bei und versicherte ihm im Namen der Europäischen Union, die Strategie der Fortführung des Dialogs weiterzuverfolgen. Das Fernziel bleibe weiterhin die Integration der ganzen Balkan-Region in die EU, nur so könne Frieden und Sicherheit langfristig gewährleistet werden. (APA)