Bild nicht mehr verfügbar.

Foto: APA/EPA
Paris - Sieben große Gläubigerbanken des angeschlagenen französischen Industriekonzerns Alstom haben dem Sanierungsplan für das Unternehmen zugestimmt. "Das Protokoll für die Kapitalerhöhung sowie Leistungsgarantien (contract bonds) in Höhe von acht Milliarden Euro wurde von allen Beteiligten am Samstag unterschrieben", sagte am Sonntag ein Sprecher des französischen Finanzministeriums. Er bestätigte zugleich, dass auch die CIC, eine Tochter der Credit Mutuel, das Protokoll unterschrieb, die sich zunächst geweigert hatte, den Rettungsbeitrag zu leisten. Der Sprecher nannte nicht die Namen der übrigen Banken. Analysten gingen jedoch davon aus, dass es sich bei den Instituten um BNP Paribas, Societe Generale, Calyon, CDC Ixis, Natexis Banques Populaires, HSBC-CCF und CIC handelt. Die Zustimmung der Gläubigerbanken gilt als wesentliche Voraussetzung dafür, auch die ausländischen Geldgeber des Konzerns davon zu überzeugen, einen Beitrag zur Rettung von Alstom zu leisten. Rettungsplan

Alstom hatte Mitte der Woche den seit langem erwarteten Rettungsplan vorgelegt. Dieser sieht eine Stärkung der Kapitalbasis um bis zu 2,5 Milliarden Euro vor, wobei der Konzern sein Kapital um 1,5 bis 2,2 Milliarden Euro erhöhen will. Es wurde zudem erwartet, dass die für Alstom wichtigsten Banken rund drei Viertel der in den kommenden zwei Jahren benötigten Bürgschaften aufbringen.

Innerhalb der nächsten vier Jahre soll Alstom zudem industrielle Partner suchen. Alstom lehnt allerdings eine Partnerschaft mit dem Münchner Siemens-Konzern im Rahmen des geplanten Rettungspakets ab. Die Franzosen wollen damit offenbar trotz der von der EU geforderten Allianz mit einem Industriepartner eine Aufspaltung oder den Umbau in eine Holding-Gesellschaft als Minderheitspartner verhindern.

Alstom-Aktien hatten am Freitag sechs Prozent auf 0,94 Euro verloren. Damit notierte das Papier erstmals seit mehr als einem Jahr wieder unter einem Euro. (APA/Reuters)