Wien - Das Jahr 2004 scheint das Jahr der europäischen Rauchverbote zu werden. Ende März führte die irische Regierung das bisher schärfste Rauchverbot in der EU ein, es gilt am Arbeitsplatz, in Pubs und in Restaurants. Sogar auf Fischkuttern sind Zigaretten untersagt.

Norwegen

Zum 1. Juni tritt in Norwegen ein Rauchverbot in Bars und Restaurants in Kraft. Den öffentlich Bediensteten war schon zu Jahresbeginn das Rauchen verboten worden, vor kurzem erklärte die Bezirksverwaltung der Stadt Levanger dieses Verbot für ungültig, da es gegen die Europäische Menschenrechtskonvention verstoße.

Schweden

Die schwedische Regierung hat Mitte Mai ein Rauchverbot in Gastronomiebetrieben beschlossen, das im Mai des kommenden Jahres in Kraft treten soll.

Polizeikontrollen

In Frankreich gilt seit 1991 ein Rauchverbot auf öffentlichen Plätzen, nur beachtet es kaum einer. Deshalb patrouillieren seit kurzem Polizisten in Bahnhöfen, um Rauchsünder zu ertappen.

Weltweit erregte New York voriges Jahr mit Rauchverbot in Bars und Restaurants Aufsehen. Es gilt seit April 2003, schon wenige Wochen darauf klagten speziell die Bierlokalbesitzer über bis zu 50 Prozent Besucherschwund.

Windsichere Aschenbescher

Und in den Straßen von Melbourne sind nun windsichere Aschenbecher vorgeschrieben, weil sie von den Zigarettenstummeln jener Raucher überquellen, die dem Rauchverbot in den Gastlokalen entfliehen wollen. (kps, DER STANDARD Printausgabe 29/30.5.2004)