Der französische Luftfahrt- und Medienkonzern Lagardere hat 60 Prozent der Verlagsgruppe Editis an Wendel Investissement verkauft. Lagardere bestätigte am Freitagnachmittag in Paris damit Angaben der Zeitung "Le Monde", die einen Verkaufspreis von 660 Mio. Euro genannt hatte.

Bei Wendel handelt es sich um die Familienholding des Präsidenten des französischen Unternehmerverbandes MEDEF, Ernest- Antoine Seillière.

Legadere hatte Editis 2002 übernommen

Lagardere hatte Editis 2002 für 1,25 Mrd. Euro von dem inzwischen aufgespaltenen Medienkonzern Vivendi Universal übernommen. Anfang Jänner hatte die EU-Kommission die teilweise Übernahme von Editis durch Lagardère unter der Bedingung gebilligt, dass Lagardere die Mehrheit der Aktiva verkauft.

Mit Wendel, einer alteingesessenen französischen Industriedynastie, waren bis vor kurzem Exklusivverhandlungen über den Verkauf der Mehrheit von Editis gelaufen. Auch andere Angebote lagen vor.

Verkauft werden unter anderem die Verlage Le Robert, Bordas, Nathan, Plon-Perrin, Robert Laffont, Presses de la Cite, Belfond und La Découverte. Lagardere behält die Editis-Verlage Larousse, Armand Colin, Dunod und Dalloz sowie die spanische Anaya und fügt sie zu seiner Verlagsgruppe Hachette Livre hinzu. (APA)