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Wien - Schon 2020 sollen chinesische Taikonauten den Mond betreten. Die Mondlandung sei der Vorbau für die bemannte Erkundung des Alls, die China bis 2050 auf Schiene haben will, erklärte Hu Shixiang, Vizechef des Programms, bei einer UNO-Konferenz Freitag in Wien: China lege dabei besonderen Wert auf internationale Zusammenarbeit.

Nach dem erfolgreichen Weltraumflug des ersten Taikonauten, Yang Liwei, im Oktober des Vorjahres, veröffentlichte China damit weitere Einzelheiten seines lange geheim gehaltenen Raumfahrtprogramms. Liwei, der ebenfalls in Wien weilte, wird auch beim zweiten Raumflug im kommenden Jahr dabei sein.

Was aber exakt mit "internationaler Zusammenarbeit" gemeint sei, wollte die Delegation nicht verraten. Sie betonte nur den friedlichen Zweck der Missionen, symbolisch dafür hatte Liwei UNO-Fahnen mit in den Orbit genommen. Obwohl sie heute fast gänzlich durch Roboter im All ersetzt werden können, dienten Menschen im All dem "Frieden".

Technologisch sind derzeit zwei Satelliten mit der Europäischen Raumfahrtbehörde Esa geplant, mit der Nasa einer. Damit sollen Naturkatastrophen, wie die Überschwemmungen in Haiti, vom All aus überwacht werden und China vom westlichen Know-how profitieren. (east/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 29. - 31. 5. 2004)