Frankfurt - Der Nutzfahrzeug- und Maschinenbauer MAN hält eine Kooperation mit Europas größtem Autohersteller VW bei Nutzfahrzeugen für möglich. "Das bleibt immer ein Thema, aber zur Zeit wird es von beiden Seiten nicht mit hoher Dringlichkeit verfolgt", sagte MAN-Vorstandschef Rudolf Rupprecht der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Er stellte klar, VW habe keinen konkreten Vorstoß gemacht, die LKW-Sparte von MAN zu übernehmen: "Die Grundidee war, den Kunden gemeinsam mit MAN die gesamte Flotte anzubieten. Von den Transportern bis zu den schweren Fahrzeugen". Im vergangenen Jahr war über ein Interesse von VW an der im MAN-Konzern besonders ertragsstarken LKW-Sparte spekuliert worden.

Auftragsplus

Rupprecht wiederholte seine Prognose, der Konzerngewinn vor Steuern solle in diesem Jahr auf 400 Millionen Euro steigen. Nach dem deutlichen Auftragsplus im ersten Quartal 2004 habe sich der Trend im April und Mai nicht umgekehrt.

Rupprecht sagte der Zeitung weiter, er wolle nach dem Ende seiner Amtszeit zum Jahresende nicht in den Aufsichtsrat wechseln: "Ich gehe davon aus, dass ich damit nichts zu tun haben werde." Zuletzt waren Manager wie etwa Albrecht Schmidt von der HVB und Henning Schulte-Noelle von der Allianz dafür kritisiert worden, dass sie vom Vorstandsvorsitz direkt in den Aufsichtsrat gewechselt waren. (APA/Reuters)