Helsinki - Vielleicht steckt hinter der tragischen Geschichte der Hexenverfolgungen vergangener Jahrhunderte ein kleines Körnchen Wahrheit: Ein finnischer Psychiater will herausgefunden haben, dass rothaarige Menschen wesentlich empfänglicher für Hypnose und andere Arten der Suggestion sind. Der Turkuer Professor Hannu Lauerma vermutet einen Zusammenhang zwischen seiner Beobachtung und der seit längerem bekannten Tatsache, dass Rothaarigkeit auf eine Abweichung beim so genannten Melanocortin-1-Rezeptor zurückzuführen ist.Lauerma beschreibt seine Beobachtungen in einem Beitrag zur neuesten Ausgabe der finnischen Ärzte-Zeitung "Duodecim". Als bloßes "Gedankenspiel" will er seine Vermutung verstanden wissen, dass die höhere Hypnose-Empfänglichkeit der Rothaarigen auch eine stärkere Neigung zu verschiedenen abweichenden Wahrnehmungszuständen und Trance mit sich bringen könnte. Der Psychiater verwies auch auf Untersuchungen und Erfahrungen von Anästhesisten, die auf eine höhere Schmerzempfindlichkeit bei Rothaarigen hindeuten. (APA)