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Nur konsequent war, dass Monika Lindner Freitag verlauten ließ: "Für den ORF ist es selbstverständlich, jede gesetzliche Regelung zu akzeptieren und zu befolgen."

Die ORF-Generalin schrieb 2001 in ihre Bewerbung: "Wesentliches Merkmal des ORF muss allerdings bleiben, dass - trotz allem Bemühen um Werbeeinnahmen - Werbeunterbrechungen vermieden werden." Das übersah wohl jemand bei der diesjährigen Übertragung des "Song Contest", wo die Unterbrechung laut ORF übrigens gesetzlich gedeckt war.

Lindner 2001: "Dort wo Werbeunterbrechungen das Publikum verärgern, verwischen sie für den Seher auch die Grenzen zwischen kommerziellem und öffentlich-rechtlichem Programm. Eine scharfe Trennung zwischen Werbeblock und Programm, die Ausweisung von Patronanzen sowie die strikte Einhaltung der geltenden Bestimmungen des ORF-Gesetzes ist darüber hinaus unumgänglich."

Dann steht einer Werbekontrolle des ORF durch die Medienbehörde ja nichts im Weg, über die VP und FP Dienstag wieder verhandeln. Zuletzt wehrte sich die Anstalt noch dagegen. (fid/DER STANDARD; Printausgabe, 1.6.2004)