Wien - Jene Reisegruppe, die das Bootsunglück in Hinterbrühl traf, wird am Dienstag Abend wieder in Deutschland erwartet, erklärte der Reiseveranstalter Hubert Wirtz aus Würselen (Nordrhein-Westfalen) am Dienstag. Er zeigte sich erschüttert über die Tragödie: "Das ist für mich unbegreiflich." Das Reisebüro biete alle 14 Tage einwöchige Abstecher nach Wien an, ein fixer Bestandteil des Programms sei die Seegrotte in Hinterbrühl, sagte Wirtz: "Ich bin da selbst schon mitgefahren. Wir fahren seit 20 Jahren dahin."

Sicherheitsgründe

Die Reisegruppe sei Dienstag früh zur 600 Kilometer langen Rückreise in den Raum Köln aufgebrochen, sagte er. Laut Wirtz musste auch der Fahrer der Ausflügler ausgetauscht werden: "Der war ganz durcheinander. Er wartete auf dem Parkplatz (vor der Seegrotte, Anm.) und dann erhielt er die Botschaft." Aus Sicherheitsgründen habe man einen neuen Chauffeur nach Wien geschickt, der den Bus nach Hause fahre.

"Altersmäßig bunt gemischt"

Wie der Touristiker erklärte, war die Gruppe altersmäßig bunt gemischt: "Das waren fast alles Einzelbuchungen." Die Reise hätte noch bis Mittwoch andauern sollen, sagte Wirtz. Für die Überlebenden erwartete er einen Ausgleich für den verpatzten Urlaub: "Ich glaube schon, dass sie Geld zurückkriegen für den einen Tag." Er selbst habe noch mit keinem der Beteiligten Gespräche geführt, weder mit dem Fahrer, noch mit Mitgliedern der Gruppe. (APA)