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Im Bild: Frauenbeine von Schaufensterpuppen auf der Ausstellung 'Miss Germany' - zur Geschichte der Wahl - in Deutschland.
Foto: APA/dpa/Peter Endig

Quito - Rund 500 DemonstrantInnen haben in Ecuador gegen die Wahl der "Miss Universum" protestiert und der Regierung Verschwendung vorgeworfen. Anstatt die indianische Landbevölkerung bei den Ernte-Ausgaben zu unterstützen, gebe die Regierung Millionen für die fragwürdige Miss-Wahl aus, kritisierten die DemonstrantInnen, unter ihnen viele Frauen in traditioneller Kleidung. Die DemonstrantInnen zogen am Montag in Quito auch in der Nähe des Hotels vorbei, in dem die Veranstaltung am Dienstag stattfinden sollte.

Der im November 2002 mit Unterstützung der indianischen Bewegung gewählte Präsident Lucio Gutierrez sieht sich mit wachsender Opposition konfrontiert. Die Führer der Indio-Bewegung haben landesweite Blockaden angekündigt, um Gutierrez zum Rücktritt zu zwingen. Sie werfen ihm vor, mit seiner Unterstützung für ein Freihandelsabkommen mit den USA die Armen verraten und ein zentrales Wahlversprechen gebrochen zu haben.

Die rund 80 Teilnehmerinnen des Schönheitswettbewerbs bereiteten sich am Montag mit einem letzten Trainingsprogramm auf das Ereignis vor. "Miss Norway", Kathrine Sorland, wies die Kritik an der Miss-Wahl zurück und sagte: "Wir sind ein Haufen von Mädchen, die Spaß haben, und das ist etwas Positives." (APA)