Der Wiener Software-Hersteller Brain Force , erst im vergangenen Mai mit 5 Prozent bei TopCall eingestiegen, will den börsenotierten Wiener Anbieter für Kommunikationslösungen jetzt zur Gänze übernehmen. Wie Brain Force am Dienstag ankündigte, werde das Übernahmeangebot vorbehaltlich der Bewertung durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer aus heutiger Sicht rund 3,50 Euro je Aktie betragen.

Näheres später

Nähere Einzelheiten zur geplanten Totalübernahme sollen in der Angebotsunterlage zu einem späteren Zeitpunkt genannt werden. Beim jüngsten 5 Prozent-Einstieg bei TopCall hatte es seitens Brain Force geheißen, diese Beteiligung sei der erste Schritt auf dem Weg zu einer künftigen Zusammenarbeit. Man sehe in den Produkten von TopCall eine "logische Ergänzung" zum eigenen Produktangebot der Sparte "Communication Networks".

70 Mitarbeiter

TopCall beschäftigt mehr als 70 Mitarbeiter. Im vergangenen Jahr setzte das Unternehmen knapp 28 Mio. Euro um und schrieb dabei einen Betriebsgewinn von rund 1,5 Mio. Euro. Brain Force kam 2003 auf 60,1 Mio. Euro Umsatz, das Betriebsergebnis betrug 182.000 Euro. Mehr als 700 Mitarbeiter waren zuletzt für den Softwareproduzenten tätig.

Streubeseitz

Der bei weitem größte Teil von TopCall ist mit 76,85 Prozent in Streubesitz. 12,97 Prozent werden von einer Wiener Stiftung, der IF- Innovationsförderungs-Privatstiftung, gehalten. Neben den von Brain Force bereits gehaltenen 5 Prozent ist Ex-TopCall-Chef Martin Hannah mit 5,18 Prozent beteiligt. (APA)